Windfarm mit extrem vielen TurbinenWind ist kein Rohstoff.

Wind gilt als sauber.
Als nachhaltig.
Als alternativlos.

Doch kaum jemand stellt die entscheidende Frage:

👉 Was passiert, wenn wir dem Klimasystem selbst im großen Maßstab Energie entziehen?

Denn genau das tun Windkraftanlagen.

Sie können keine Energie erzeugen, sondern nur vorhandene Energie umwandeln.
Sie greifen damit in das globale Strömungssystem ein.

Ein System, das unser Wetter, unseren Wasserkreislauf und unser Klima steuert.


Wind ist keine Ressource – Wind ist ein System

Wind ist weder überflüssig noch einfach „da“. Er ist nichts anderes als strömende Luft, woraus seine kinetische Energie resultiert.

Er entsteht durch:

  • Sonneneinstrahlung
  • Temperaturunterschiede
  • Druckgradienten

Und er erfüllt eine zentrale Funktion:

👉 Er transportiert Energie und Feuchtigkeit über den gesamten Planeten. Wind ist das Transportsystem des Klimas.

Wind ist damit:

  • der Motor des globalen Wasserkreislaufs und des Wetters
  • der Transporteur und Verteiler von Wärmeenergie
  • der Motor für die Wellen auf dem Meer

Wer Wind nutzt, nutzt nicht nur Energie – er verändert ein System.


Was Windkraft wirklich macht

Windkraftanlagen entziehen dem Wind Bewegungsenergie (kinetische Energie).

Das bedeutet konkret:

  • Luftströmungen werden abgebremst
  • Energieflüsse werden verändert
  • Strömungsstrukturen werden gestört

👉 Hinter jedem Windrad entsteht ein „Energieschatten“, der umso größer wird, je mehr Energie entzogen wird.

Ein Bereich mit weniger Wind, weniger Energie, veränderter Dynamik.


Ein Beispiel :
Die kinetische Energie des Windes wird nach folgender Formel berechnet: 

Nehmen wir an:

  • Luftdichte: ρ≈1,2 kg/m3
  • Windgeschwindigkeit: 10 m/s
  • Fläche: 1 m²

👉 Daraus resultiert ein Volumenstrom von 10 m3/s bzw. ein Massenstrom von 12 kg/s

Nach der obigen Formel ergibt sich eine Leistungsdichte von 600 W bzw. 0,6 kW pro Stunde. Dies klingt nach wenig und ist auch tatsächlich der Grund, warum Windkraftanlagen so riesig gebaut werden. Bei großen Luftmassen summiert sich das zu enormen Energieleistungen von Luftströmungen. 

Tatsächlich werden nur etwa 30 bis 40 % in elektrische Energie umgewandelt. Der Rest wird in Reibung und Luftverwirbelungen vernichtet.


    Windenergieleistung

    Übertragen auf Windenergieanlagen ergibt sich der folgende Zusammenhang:

    Der Rotordurchmesser sowie die Geschwindigkeit sind für die Nennleistung der WKA essenzielle Größen:

    • Doppelter Durchmesser - 4-fache Leistung
    • Doppelte Geschwindigkeit  - 8-fache Leistung
    • Dreifache Geschwindigkeit - 27-fache Leistung

    Der Begriff "erneuerbare Energie" erweckt den Eindruck, Energie könne erneuert werden.

    Tatsächlich kann Energie nur umgewandelt werden. Auch wenn am nächsten Tag wieder Wind zur Verfügung steht, handelt es sich dabei nicht um "erneuerte" Energie, sondern um "erneut" zugeführte, also neue Energie. 


    Eingriff in den Wassertransport

    am Beispiel einer Vestas V172-7.2 MW:

    • Rotordurchmesser 172 m
    • Rotorfläche rd. 23.200 m².

    Annahme Windgeschwindigkeit:
    Reduktion von 14 m/s auf 7 m/s 

    Luftmasse:
    23.200 m² * 7 m/s = 162.400 m³/s an 

    Wasseranteil von etwa 15 g/m³ Luft:
    162.400 m³/s * 15 g/m³ =
    2.436.000 g/s =
    2.436 kg/s bzw. 2,436 m³/s =
    146 m³/min oder 8.770 m³/h

    Pro Tag damit 8.770 m³/h * 24 h = 210.480 m³


    Ein Tabu in der Energiedebatte?

    Über CO2 wird intensiv diskutiert.
    Über Energieflüsse in der Atmosphäre kaum.

    Dabei ist die Physik eindeutig:

    👉 Energie, die entnommen wird, fehlt im System.

    Und genau das geschieht – im großen Maßstab.

    Allein in Europa werden jährlich hunderte Terawattstunden aus Wind gewonnen.

    👉 Das entspricht der kontinuierlichen Entnahme gewaltiger Energiemengen aus der Atmosphäre.

    Die Frage ist nicht, ob das wirkt.

    👉 Die Frage ist: Was dies bewirkt?


    Größenordnung der Energieerzeugung

    Europa:

    • 2023: 428 TWh → ca. 49 GW durchschnittliche Leistung
    • 2024: 475 TWh → ca. 54 GW
      → entspricht in etwa ~50 Großkraftwerken

    Weltweit:

    • 2023: 2.304 TWh → ca. 263 GW
    • 2024: 2.494 TWh → ca. 285 GW
      → entspricht etwa ~250 Großkraftwerken

    Bei einem angenommenen durchschnittlichen Wirkungsgrad von etwa 30 % liegt der tatsächliche Einfluss auf die Windbewegung etwa beim Dreifachen der erzeugten elektrischen Leistung.


    Verteilung der Windenergieanlagen

    Die meisten Anlagen wurden in der nördlichen Hemisphäre errichtet und hier größtenteils in der klimatisch gemäßigten Ferrel Zelle. Weltumspannend wird sowohl in der südlichen als auch in der nördlichen Hemisphäre ein großer Teil der Energie des Windes in der Ferrel Zelle abgeschöpft.

    Dieser Sachverhalt dürfte auch erklären, warum sich "Europa am schnellsten von allen Kontinenten erwärmt"! 


    Die Grafik (Stand 2020!) zeigt die Häufung der Standorte des Energieentzuges aus dem troposphärischen Windsystem (Quelle: https://www.nature.com/articles/s41597-020-0469-8

    Mögliche Folgen – logisch, nicht ideologisch

    Wenn Wind ein Transportmedium ist, dann gilt:
    Weniger Wind = weniger Transport

    Mögliche Konsequenzen:

    • veränderter Feuchtigkeitstransport
    • Verschiebung von Niederschlagsmustern
    • Veränderung von Strömungssystemen
    • regionale Klimaeffekte

    👉 Diese Zusammenhänge sind physikalisch plausibel – aber bislang nur unzureichend untersucht.


    Der blinde Fleck der Energiewende

    Windenergie wird als „erneuerbar“ bezeichnet. 
    Doch physikalisch betrachtet ist das missverständlich um nicht zu sagen falsch.

    👉 Energie wird nicht erneuert.
    👉 Sie wird umgewandelt – und dem System entnommen.

    Im Fall der Windenergie bedeutet das:

    👉 Energie wird der Atmosphäre entzogen.

    Und damit einem der sensibelsten Systeme unseres Planeten.


    Fazit

    Wind ist kein isolierter Energieträger. 
    Wind ist Teil eines hochkomplexen Gleichgewichts aus:

    • Energie
    • Bewegung
    • Wasser

    Wer Windenergie nutzt, greift in dieses Gleichgewicht ein.

    Nicht lokal.
    Sondern systemisch.

    👉 Die entscheidende Frage ist daher nicht: Ist Windenergie gut oder schlecht?

    👉 Sondern: Verstehen wir die Konsequenzen unseres Handelns wirklich?


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